Schadensfreirabatte bei der Autoversicherung retten

Rabattschutz und Rabattretter heißen die Schlagworte, um bei der Autoversicherung den einmal erlangten Rabatt zu sichern. Schließlich muss man bei der Kfz-Versicherung damit rechnen, dass nach einem selbstverschuldeten Unfall die Prämie für die Haftpflicht- und Kaskoversicherung erhöht werden.

Einige Versicherungen bieten ihren Kunden jedoch die Chance an, dies zu verhindern. Unter den eingangs erwähnten Namen werden verschiedene Angebote offeriert. Der sogenannte Rabattretter ist bei einigen Versicherern kostenlos zu bekommen und soll dafür sorgen, dass der Kraftfahrzeugführer nur maximal so weit zurückgestuft wird, dass er nicht über der Vorjahresprämie liegt (von den fast jährlichen Beitragssteigerungen, die alle Versicherten betreffen, einmal abgesehen).

Einen Haken hat die Sache allerdings schon. Um in den Genuss des Rabattretters zu kommen, muss der Versicherte bereits 25 Jahre Unfallfreiheit nachgewiesen haben. Es wird deshalb in Versicherungskreisen gerade darüber diskutiert, den „Retter“ gänzlich abzuschaffen. Im Gegensatz zum Rabattretter ist der Rabattschutz nicht kostenlos. Bei Aufnahme einer solchen Klausel in den Versicherungsvertrag wird in der Regel eine um zehn bis zwanzig Prozent erhöhte Versicherungsprämie fällig. Dem Versicherten wird damit garantiert, dass er im selbstverschuldeten Schadensfall nicht hochgestuft wird.

Beim Versicherungswechsel wird allerdings die fällige Rückstufung durch den früheren Versicherer vermerkt, was zu unangenehmen Folgen beim neuen Versicherer führen kann. Lohnenswert erscheint deshalb ein Rabattschutz nur dann, wenn man sich an eine Versicherungsgesellschaft längerfristig binden will. Bei einem Prämienaufschlag von 20% sollte jeder Kraftfahrzeughalter eine genaue Berechnung anstellen, ob sich dieser Abschluss für seinen konkreten Fall wirklich lohnt. Bei langjährig unfallfrei gefahrenen Autobesitzern, die bereits einen hohen Rabatt genießen, kann sich ein solcher Schutz aber durchaus „rechnen“.