Riester Rente: Sparrate sollte dem Verdienst angepasst werden

Verträge zur Riester Rente erfreuen sich nach wie vor einer großen Beliebtheit. Die Zahl der Verträge zur Riester Rente stieg in den vergangenen Jahren stetig: Gab es im November des vergangenen Jahres etwa 14 Millionen abgeschlossener Verträge, wurden nach Informationen des Bundesarbeitsministerium zum Ende des ersten Halbjahres 2011 schon 14,8 Millionen Verträge registriert. Die hohen Abschlussraten verdankt die Riester Rente vor allem der Tatsache, dass solche Privatrenten staatlich gefördert werden.

Die Formulierungen in den Riesterverträgen sind allerdings nicht selten derart kompliziert, dass viele Verbraucher überfordert werden. Denn die staatliche Förderung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Werden diese nicht eingehalten, verliert der Riester Sparer seinen Anspruch auf staatliche Zulagen. Deshalb sollte jeder Versicherte regelmäßig prüfen, ob seine Zulagen zu Recht gezahlt wurden. Andernfalls muss das Geld zurückerstattet werden.

Damit man die volle staatliche Zulage in Höhe von 154 Euro pro Person und Jahr erhalten kann, müssen mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttovorjahreseinkommens in den Vertrag eingezahlt werden. Die Höchstgrenze des Beitrags liegt allerdings derzeit bei 2100 Euro pro Jahr. Arbeitnehmer mit einem hohen Bruttojahresgehalt müssen deshalb nur 2100 Euro jährlich in den Riestervertrag einzahlen, damit sie in den Genuss der Maximalförderung kommen. Wer also bisher gerade vier Prozent seines Gehaltes in die Riester Rente einzahlte und im kommenden Jahr eine Gehaltserhöhung bekommt, sollte seine Beitragszahlung ebenfalls erhöhen, wenn er in den Genuss der Maximalförderung kommen will.

Ob Riester Sparer überhaupt berechtigt sind, eine staatliche Förderung zu erhalten, wird von der Zulagenstelle für Altersvorsorge (ZfA) überprüft. Die Behörde ist berechtigt, vorliegende Daten mit den Rentenversicherungsträgern, den Familienkassen, der Bundesagentur für Arbeit und den Finanzämtern abzugleichen.