Riester Rente News

Neue Daten zu den gezahlten Zulagen für die Riester Rente stellte jetzt die staatliche Rentenversicherung bereit. Nach diesen Angaben verdienen rund 33% der Zulagenempfänger weniger als 10.000 € pro Jahr. Rechnet man die Jahreseinkommen bis 30.000 € hinzu, dann kommen sogar 70% der Riester Sparer aus dieser Einkommensgruppe. Zusätzliche Förderungen durch Kinder erhalten derzeit 40% der Versicherten mit einer Riester Rente. Damit wird klar, dass von der Riester-Förderung hauptsächlich Geringverdiener und Arbeitnehmer mit kleinen Einkommen profitieren. 45 Milliarden Euro wurden bisher in die Riester Verträge eingezahlt. In dieser Summe sind mehr als 13 Milliarden Euro staatlicher Zulagen enthalten.

Wie eingangs erwähnt, zählen vor allem Geringverdiener zu den Riester-Sparern. Viele Menschen mit einem sehr geringen Einkommen haben trotz der zusätzlichen finanziellen Belastungen einen Vertrag abgeschlossen. Schließlich galt dieser bisher als absolut pfändungssicher. Auch bei anstehender Privatinsolvenz glaubten die Sparer an die Sicherheit ihrer privaten Altersvorsorge. Zu Unrecht, wie ein jüngst ergangenes Gerichturteil zu Tage brachte. Beim Abschluss der Riester Rente wird durch die Branchenvertreter oft damit geworben, dass ein angespartes Vermögen Hartz-IV-sicher sei und auch bei einer Privatinsolvenz nicht angetastet wird. Prinzipiell stimmt dies auch. Es gibt aber eine Ausnahme.

Konkret wurde ein Fall vor dem Münchner Amtsgericht verhandelt. Eine Frau hatte 2008 einen Riester Vertrag abgeschlossen und seither monatlich 20 Euro eingezahlt. 2010 musste die Dame nach Konsultation mit einer Schuldenberatungsstelle Privatinsolvenz anmelden. Der Rückkaufswert der Riester Versicherung wurde durch die Versicherungsgesellschaft an den Insolvenzverwalter ausgezahlt. Dagegen klagte die Frau. Die Klage wurde abgewiesen. Der Grund für die Abweisung war die Tatsache, dass die Klägerin versäumt hatte, die staatliche Förderung zu beantragen. Vor der Pfändung geschützt sei nur die maximal staatlich geförderte Summe von 2100 € im Jahr. Ohne Zulage gibt es aber überhaupt keinen Pfändungsschutz.