Riester Rente erneut in der Kritik

Zum wiederholten Mal gerät die Riester Rente in die Schusslinie der Skeptiker. Schlagzeilen wie „zu teuer für die Sparer, Darstellung durch die Versicherer intransparent und Rendite viel zu niedrig“ werden nicht dazu beitragen, das ohnehin stark angegriffene Vertrauen in die Privatvorsorge zu verbessern. Die Politik sucht allerdings auch nicht nach Alternativen zur offensichtlich nicht besonders beliebten Riester Rente.

Vielmehr sollen neue bürokratische Vorschriften die Versicherungsgesellschaften zu mehr Transparenz zwingen. So wird etwa von der „Deckelung“ der Gebühren gesprochen und davon, dass eine genaue Aufschlüsselung der Investments der Gesellschaften erfolgen müsse. Außerdem wird ein Verbot spekulativer Anlageformen verlangt. Allerdings gibt es hier schon wieder keine Definition dafür, was denn eine spekulative Anlage sei. Es muss ohnehin angezweifelt werden, ob die meisten Versicherten überhaupt verstehen würden, um welche Investments oder Anlageformen es sich bei ihrer Riester Rente handelt. Da die bisherigen Vorschriften zur Riester Rente bereits recht restriktiv sind, muss es den Versicherungsgesellschaften in der derzeitigen Situation am Finanzmarkt schwer fallen, auch nur einigermaßen realistische Prognosen für die Renditeerwartungen abzugeben.

Nun gibt es tatsächlich eine Reihe von Produkten im Bereich der Riester Rente, die durch besonders hohe Gebühren negativ auffallen. Ein genauer Vergleich zwischen den einzelnen Anbietern ist bei Neuabschluss eines Riester Vertrages also unumgänglich. Aber auch wenn die Renditeerwartungen nicht zu hoch geschraubt werden sollten, so hat diese Form der Altersvorsorge doch unbestritten ihre Vorzüge. Damit ist nicht nur die staatliche Finanzzulage gemeint. Hervorzuheben ist die sogenannte „Hartz-IV-Sicherheit“. Während andere private Anlagen bei finanzieller Bedürftigkeit zunächst aufgebraucht werden müssen, ist die Riester Rente davor geschützt. Wer sich mit der klassischen Form der Riester Versicherung nicht anfreunden kann, dem steht seit einiger Zeit die Möglichkeit der Riester Förderung auf einen Bausparvertag offen, auch „Wohnriester“ genannt.