Private Rentenversicherung als Altersvorsorge für Freiberufler

Für viele Freiberufler stellt die private Rentenversicherung eine der wenigen Möglichkeiten zur Altersvorsorge dar. Angehörige so genannter “verkammerter Freier Berufe” haben die Möglichkeit – oder sind sogar verpflichtet – in ein berufsständisches Versorgungswerk einzutreten. Damit sind sie relativ gut für ihren Ruhestand abgesichert. Den meisten Freiberuflern bleibt diese Möglichkeit aber verwehrt. Sie haben nur die Chance, eine private Altersvorsorge, wie eben eine private Rentenversicherung, vorzunehmen.

Allerdings gibt es neben der privaten Rentenversicherung für die genannte Gruppe der Selbständigen noch die Möglichkeit, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen oder einen Vertrag zur Rürup-Rente abzuschließen. Schauen wir uns die drei Möglichkeiten kurz an.

Eine private Rentenversicherung ist mit einer Leibrente oder einer kapitalbildenden Lebensversicherung in etwa gleichzusetzen. Der Versicherte zahlt entweder monatlich über einen bestimmten vereinbarten Zeitraum Beiträge in die Versicherung ein oder leistet eine Einmalzahlung. Ab einem bestimmten Auszahlungsdatum erhält er dann seine monatlichen Bezüge wieder ausgezahlt.

Bei der zweiten Möglichkeit zahlt der Freiberufler ebenso wie ein Arbeitnehmer Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Manche Berufsgruppen innerhalb der Freiberufler haben sogar diese Versicherungspflicht. Andere können eine sogenannte Antragspflichtversicherung nutzen. Nach einer Mindestbeitragszeit von fünf Jahren werden dann Rentenansprüche für den Freiberufler so berechnet, wie dies bei Arbeitnehmern geschieht.

Eine andere Form der privaten Rentenversicherung ist die Rürup-Rente. Was die Riester-Rente für Arbeitnehmer darstellt, ist für Freiberufler die Rürup-Rente. Anders als bei der Riester-Rente erhält der Versicherte hier allerdings keine staatliche Zulage, sondern kann seine Beiträge als Sonderausgaben geltend machen und zahlt damit weniger Steuern. Die abzugsfähigen Sonderausgaben bei der Rürup-Rente betragen derzeit 20.000 Euro für Alleinstehende und 40.000 Euro für verheiratete Freiberufler. Diese Form der privaten Altersversorgung lohnt sich also besonders für gut verdienende und verheiratete Freiberufler, die den Gesamtbeitrag oder einen hohen Anteil davon als Vorsorgebeitrag einzahlen können.