Private Krankenzusatzversicherung: Welche lohnen sich wirklich?

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen werden immer weiter zurück geschraubt, was die Tendenz zum Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung fördert.

Das Angebot reicht dabei von einer Zusatzversicherung zur Begleichung der gestiegenen Zahnarztkosten, über die Brillenversicherung – schließlich gibt es hier für Kassenpatienten praktisch überhaupt keine Leistungen mehr aus der gesetzlichen Versicherung – bis hin zur Auslandskrankenversicherung. Und hier sind wir auch gleich bei einer privaten Krankenzusatzversicherung, die sich lohnt, zumindest für diejenigen Versicherten, die mindesten einmal im Jahr eine längere Auslandsreise unternehmen.

Sprang bisher noch in den EU-Ländern und in einigen weiteren Staaten, mit denen ein entsprechendes Abkommen besteht, unter bestimmten Bedingungen der Auslandsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung ein, so soll sich dies jetzt ändern. Bisher boten einige gesetzliche Krankenversicherungen kostenlose Auslandsreiseversicherungen an, die sogar weltweit gelten sollten. Dagegen votiert aber das Bundesversicherungsamt und bekommt nun auch Zustimmung vom Bundesgesundheitsministerium.

Solche Zusatzversicherungen dürften die gesetzlichen Krankenversicherungen insbesondere für Länder, mit denen keine bilaterale Vereinbarung besteht, künftig nicht mehr anbieten. Für das Angebot solcher Leistungen gibt es nämlich gar keine gesetzliche Grundlage. Außerdem war es auch bisher schon der Fall, dass einige Leistungen im Ausland vom Patienten selbst getragen werden mussten.

Spätestens im kommenden Jahr werden also alle Urlauber, die eine Auslandsreise planen, sich um einen speziellen Schutz durch eine private Krankenzusatzversicherung bemühen müssen.