Private Krankenzusatzversicherung: AOK bietet Brillenversicherung an

Die Stiftung Warentest untersuchte die Brillenversicherung als private Krankenzusatzversicherung der AOK Rheinland/Hamburg.

Brillenträger müssen seit geraumer Zeit ihre Sehhilfe aus eigener Tasche bezahlen. Leistete früher die gesetzliche Krankenversicherung zumindest einen nennenswerten Beitrag zur Brille, muss man heute eine private Krankenzusatzversicherung abschließen, wenn man nicht für dauernd die Kosten selbst tragen will. Dabei stellt sich allerdings die Frage: Lohnt es sich tatsächlich einen jährlichen Beitrag für eine solche Zusatzversicherung zu bezahlen oder sollte man sich diesen Beitrag nicht „auf die hohe Kante“ legen, um dann im Bedarfsfall darauf zurückgreifen zu können?

Vor dem Abschluss einer Brillenversicherung sollte man sich genau das Kleingedruckte durchlesen und nach Möglichkeit einen Vergleich zwischen alternativen Angeboten anstellen. Das zeigte ein Schnelltest, den die Stiftung Warentest mit dem Angebot der AOK Rheinland/Hamburg durchführte. Das Angebot gibt es erst seit Juli dieses Jahres. Für 6,70 Euro monatlich und ein Jahr Bindungsfrist nach Abschluss des Vertrages erhalten Kunden im Tarif „vigo select Brille“ beim Kauf einer neuen Sehhilfe 250 Euro. Klingt gut, wenn man bedenkt, dass man ja nach einem Jahr bereits 80 Euro eingezahlt hat.

Klingt zu gut. Denn die Leistung wird erst nach einer gewissen Einzahlungszeit fällig. Der Zuschuss ist nämlich gestaffelt und richtet sich nach der Beitragszeit. So erhält der Versicherte nur 125 Euro, wenn er sich im ersten Versicherungsjahr eine Brille kauft. Erst nach drei Jahre wird dann die Höchstsumme von 250 Euro ausgezahlt. Da man nach drei Jahren aber reichlich 241 Euro Beitrag bezahlt hat, bleibt die Frage, ob sich diese Versicherung dann wirklich gelohnt hat.