Private Krankenversicherung: Mehrere Hundert Euro durch Tarifwechsel sparen

Es ist kaum zu glauben, aber eine Umfrage unter Lesern durch das Portal Finanztest brachte das Ergebnis, dass man beim Wechsel in einen anderen Tarif seiner privaten Krankenversicherung zwischen 100 und 500 Euro Monatsbeitrag sparen kann. Allerdings lief ein solcher Wechsel nur bei den wenigsten Versicherten ohne Probleme ab.

Zumindest äußerten sich über 85% der Befragten so, dass sie mit erheblichen Hindernissen beim ersten Versuch des Wechsels konfrontiert wurden. Dabei sieht der Gesetzgeber ausdrücklich die Möglichkeit zum Wechsel zwischen den verschiedenen Tarifen der privaten Krankenversicherungen vor. Jeder Versicherte soll nach dem Willen des Gesetzgebers zu jedem Zeitpunkt von einem Tarif seiner PKV in einen anderen wechseln können. Dabei sollen die Rückstellungen für das Alter, die der Versicherer bis zum Zeitpunkt des Wechsels gebildet hat, erhalten bleiben.

Folgendes ist bei einem Tarifwechsel zu beachten: Beinhaltet der bisherige Tarif des Privatversicherten ambulante, stationäre und zahnärztliche Behandlungen, so soll der neue Tarif diese Behandlungsmethoden ebenfalls abdecken. Die privaten Krankenversicherungen müssen ihre Kunden sogar ausdrücklich auf das Wechselrecht hinweisen. Besonders bei Versicherten über 60 Jahre muss die PKV dem Wechselwilligen geeignete Tarife nennen und ihn beim Wechsel unterstützen.

Eine Hürde für viele Versicherte stellt die oft geforderte neuerliche Gesundheitsprüfung dar. Normalerweise wäre der Wechsel recht einfach, denn die Kunden haben das Recht mit ihrem ursprünglichen Gesundheitszustand eingestuft zu werden. Eine Prüfung darf sich nur auf Mehrleistungen beziehen, die der neugewünschte Tarif gegenüber dem bisherigen Tarif aufweist. Nur in diesem Fall darf der Versicherer einen höheren Risikozuschlag verlangen und eine Wartezeit anordnen.