Private Altersvorsorge: Test der Sofortrente

In der erschienen Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ vom Oktober 2013 wurde eine spezielle Form der privaten Altersvorsorge getestet, die Sofortrente gegen Zahlung eines Einmalbetrages.

Untersuchungen hatten gezeigt, dass eine nicht geringe Anzahl von Arbeitnehmern beim Ausscheiden aus dem Berufsleben einen größeren Geldbetrag erhält. Ob dies eine Abfindung der Firma oder die Fälligkeit einer Lebensversicherung oder einer anderen Anlage ist, spielt dabei zunächst keine Rolle. Mit der Sofortrente können ältere Menschen die Versorgungslücke ausgleichen, die nach dem aktiven Berufsleben entsteht. So versprechen es jedenfalls die Dienstleister, die eine solche private Altersvorsorge anbieten.

Für den Test hatte die Zeitschrift folgende Rahmenbedingungen definiert: 65-jähriger Modellkunde (Unisextarif), 60.000 Euro Einmalzahlung und 20-jährige Garantielaufzeit der Zusatzrente. Bei der Bewertung der einzelnen Produkte gingen die Höhe der zugesagten Rente zu fünfzig Prozent, der Anlageerfolg in den letzten drei Jahren mit vierzig Prozent und die Transparenz zu zehn Prozent in den Test ein. Letztgenanntes Kriterium wurde anhand der übergebenen Unterlagen, der Aufstellung der Kosten und genauer Aussagen zu den zu erwartenden Überschüssen bewertet. „Finanztest“ bewertete 36 Sofortrenten. Nicht berücksichtigt wurden Fondsanlagen.

Das Testergebnis kann nicht den gesamten Umfang der verfügbaren Produkte abbilden, da sich 21 Anbieter dieser Form der Privaten Altersvorsorge weigerten, am Test teilzunehmen. Die Höhe der im ersten Jahr gezahlten Sofortrente lag zwischen 203 und 220 Euro. Keines der Produkte erhielt im Test die Note „sehr gut“, an 6 Anbieter wurde das Qualitätsurteil „gut“ vergeben. Etwa die Hälfte der untersuchten Sofortrenten bewertete „Finanztest“ mit „befriedigend“, der Rest erhielt nur „ausreichend“, wobei zwei Produkte nicht bewertet wurden, da die Angebote nicht auf den definierten Modellkunden zugeschnitten waren.