Private Altersvorsorge: Studie zur Entwicklung der gesetzlichen Renten

Über die künftigen Lücken in der gesetzlichen Altersversorgung ist schon seit geraumer Zeit eine kontroverse Diskussion entbrannt. Eine neue Studie der Uni Freiburg kommt jetzt zu einem für viele überraschenden Ergebnis: Nicht im Osten Deutschlands klafft die größte Versorgungslücke sondern im Süden. Im Schnitt fehlen dann etwa 800 Euro pro Monat, um den gewohnten Lebensstandard zu erhalten. Ohne private Altersvorsorge müssen künftig viele Süddeutsche erhebliche Abstriche an den Lebensgewohnheiten machen. Einzig Beamte brauchen sich um ihr finanzielles Auskommen im Alter keine Sorgen machen.

Das derzeitige Lebensalter spielt bei der Betrachtung zur privaten Vorsorge eine entscheidende Rolle. Während die heute 50- bis 60-jährigen noch keine größeren finanziellen Engpässe aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwarten haben, wird die Situation vor allem der unter 35-jährigen bedenklich. Nach der Studie der Uni Freiberg lässt sich die Versorgungslücke aber durch den Abschluss einer Riester Rente und möglichst noch einer weiteren privaten Altersvorsorge in Form eine Privatrente oder Versicherung weitestgehend schließen. Gut dran sind vor allem Arbeitnehmer mit einer betrieblichen Altersvorsorge (Betriebsrente). Hier gibt es allerdings ein großes Gefälle zwischen Ost und West. Während im Westen Deutschlands ein hoher Prozentsatz der Arbeitnehmer von einer betrieblichen Altersvorsorge profitiert, ist der Anteil im Osten Deutschlands vergleichsweise gering.

Insgesamt kommt die Studie zu einem recht positiven Ergebnis. Viele Deutschen sorgen privat vor. Etwa 40% der Befragten setzen dabei auf drei Säulen für Ihren Ruhestand, auf die gesetzliche Rente, eine Riester Rente oder eine andere private Altersvorsorge und auf private Rücklagen.