Kaum Unterschiede bei der privaten Altersvorsorge zwischen Ost und West

Beim Thema private Altersvorsorge sind sich die Deutschen in allen Teilen des Landes weitgehend einig: Das Thema spielt eine zunehmend größere Rolle bei der finanziellen Planung des Lebens.

So ergab eine Umfrage des Wirtschafts- und Finanzforschungsinstituts Icon, die dieses im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands durchführte, dass bereits 82% der Bürger im Westen Deutschlands und 81% der Ostdeutschen sich Gedanken über die Finanzen im Alter machen. Dabei steht vor allem die Sicherheit der Anlage für alle Bürger an erster Stelle.

Die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten führten bestimmt zu einem erheblichen Teil zu der Aussage, dass die Sicherheit des angelegten Geldes neben der Verfügbarkeit die höchste Priorität zugeordnet wird. Über 95 Prozent aller Bürger sahen dies so.

Bei der Form der Altersvorsorge traten dann aber doch einigen Unterschiede zwischen den Landesteilen auf. Während in Westdeutschland vor allem die eigene Immobilie und die Betriebsrente an erster Stelle stehen, sind es im Osten eher der Bausparvertrag und das gute alte Sparbuch. Wenig überraschend ist die Aussage, dass Aktien und Fonds nur für einen kleineren Teil der Sparer interessant sind, wobei hier der Anteil der Anleger im Westen Deutschlands höher ist als im Osten.

Zur Unterstützung der Bürger beim Umgang mit diesen für viele doch recht unübersichtlichen Produkten haben Verbraucherzentralen vor nicht allzu langer Zeit eine „Initiative Finanzmarktwächter“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es einerseits unseriöse Geschäftspraktiken von Finanzdienstleistern aufzudecken und andererseits die Verbraucher über die Zusammenhänge auf den Märkten zu informieren. Außerdem sollen Gründe erforscht werden, weshalb gegenwärtig eine steigende Zahl von Bürgern ihre Verträge zur privaten Altersvorsorge wieder kündigen. Gegenwärtig gibt es über die Gründe keine verlässlichen Statistiken. Eine Befragung der Verbraucherzentralen soll Ursachenforschung betreiben.