Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Jeder Eigentümer einer Immobilie oder eines Grundstückes haftet mit seinem gesamten Privatvermögen für Schäden, die im Zusammenhang mit seinem Besitz stehen. Ein solcher Schaden kann schnell den privaten Ruin des Haus- oder Grundstücksbesitzers bedeuten.

Sofern Sie und Ihre Familie Ihr Haus selbst bewohnen, ist dieses Risiko meist in der Privathaftpflichtversicherung eingeschlossen. Erfolgt jedoch eine komplette oder teilweise Vermietung, ist eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung erforderlich.

Diese wichtige Versicherung leistet bei Schäden an Personen, die durch eine mangelhafte Sicherung der vermieteten Immobilie und des Grundstücks entstehen, wie herunter stürzende Gegenstände (Ziegel o. ä.), beschädigte oder nicht geräumte Gehwege oder Zufahrten, mangelhafte Beleuchtung der Hauseingänge und Treppen oder Sträucher und Äste, die auf öffentliche Wege ragen. Bei gerechtfertigten Forderungen leistet die Versicherung für die entstandenen Schäden und Folgekosten in vollem Umfang. Bei unberechtigten Forderungen weist der Versicherer die Ansprüche zurück und übernimmt nach Notwendigkeit auch Kosten für eventuelle Prozesse.

Die Verkehrssicherungspflicht ist im BGB § 836 geregelt. Dazu gehören u.a. das Reinigen der Bürgersteige samt aller Ein-und Ausfahrten, Schnee-und Eisbeseitigung und die Absicherung des Grundstückes. Wer dies nicht oder nur unzureichend erledigt, stellt sich einer großen finanzielle Verantwortung.

Die Beiträge für die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung werden entweder nach dem Bruttojahresmietwert oder der Anzahl der vermieteten Wohnungen des versicherten Gebäudes errechnet. Ob es sich hierbei um ein Fertig- oder Massivhaus handelt, ist meist unerheblich.

Ein Versicherungsvergleich im Vorfeld gibt Auskunft über den Leistungskatalog und die Beitragshöhen der einzelnen Versicherungsgesellschaften. Somit lässt sich neben Zeit auch noch viel Geld sparen.