Große Preisunterschiede bei der Risikolebensversicherung

Bei einem Bericht des Verbrauchermagazins Öko-Test stellten die Experten erhebliche Preisunterschiede bei den Anbietern von Risikolebensversicherungen fest.

Eine solche Lebensversicherung ist besonders für Familien mit kleineren Kindern von Interesse, wenn nur ein Elternteil die Hauptlast am Einkommen trägt. Fällt dieser „Verdiener“ durch einen Todesfall aus, kommt es ohne Risikolebensversicherung zu erheblichen finanziellen Problemen für die ohnehin schwer getroffene Familie. Bei einer Risikolebensversicherung wird die vereinbarte Summe im Todesfall an die Begünstigten steuerfrei ausgezahlt. Der Versicherungsschutz setzt dabei in der Regel direkt nach der ersten Beitragszahlung ein.

Große Unterschiede gibt es aber bei den Tarifen der einzelnen Versicherungsgesellschaften. Öko-Test untersuchte 52 Angebote unterschiedlicher Versicherer für 8 verschiedene Modellfälle. Insgesamt wurden also über vierhundert einzelne Tarife genauer betrachtet. Dabei kamen ganz erhebliche Preisunterschiede bei gleichen Modellbetrachtungen zu Tage. So zahlt ein Versicherter unter gleichen Bedingungen bei einer Gesellschaft nur knapp 140 Euro bei einer anderen Gesellschaft dagegen fast 600. Dieser gravierende Unterschied trat zum Beispiel beim Vergleich auf, bei dem ein dreißigjähriger Nichtraucher eine Risikolebensversicherung über 250 Tausend Euro abzuschließen gedenkt. Während die Ergo Direkt-Versicherung mit einem besonders günstigen Tarif punkten konnte, müsste der gleiche Versicherungsnehmer bei der LV 1871 praktisch das Vierfache für eine vergleichbare Police bezahlen.

Beachten sollte man aber auf jeden Fall die Tarifentwicklung vor dem Abschluss des Vertrages. Viele Gesellschaften, die mit günstigen Einstiegsangeboten Kunden gewinnen möchten, steigern im Laufe der Zeit ihre monatlichen Beiträge. So wurden beispielsweise Steigerungen von bis zu 170 Prozent registriert. Von den bewerteten Angeboten wurden immerhin 147 mit einem positiven Preis-Leistungs-Verhältnis bedacht, nur 14 Tarife bekamen die Beurteilung „ausreichend“ als schlechtestes Prädikat.