Gesetzliche Krankenversicherung mit hohem Überschuss

Einen hohen Überschuss verzeichneten die gesetzlichen Krankenversicherungen auch für das erste Quartal des Jahres 2013. Der Überschuss der gesetzlichen Kassen betrug in diesem Zeitraum rund 850 Millionen Euro.

Zwar ging dieser Betrag um 660 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, allerdings wuchsen die Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherungen mit diesem Geld auf jetzt knapp 28 Milliarden Euro. Auch für die folgenden Monate des laufenden Jahres sieht das Gesundheitsministerium einen anhaltend positiven Trend bei der finanziellen Entwicklung. Allerdings muss man auf der anderen Seite die deutlich gestiegenen Ausgaben betrachten. Hier wird ein Plus von über vier Prozent gemeldet.

Der Zuwachs betrifft sowohl die Ausgaben für medizinische Behandlungen, die um 4,4 Prozent stiegen als auch die Verwaltungskosten mit einem Anstieg von 2,6 Prozent. Stark angestiegen ist vor allem die Anzahl von Patienten mit lang anhaltenden oder dauerhaften psychischen Erkrankungen. Vor allem die Ausgaben für Krankengeld für Arbeitnehmer in höherem Alter stiegen überproportional um fast acht Prozent und erreichten die Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Diese Entwicklung betrachten die Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherungen als besorgniserregend. Insgesamt machen die Behandlungen und Kosten im Krankenhaus den größten Posten der Kassenausgaben aus. Bei einem Anteil von 34 Prozent an den Gesamtkosten wurden hier 16,5 Milliarden Euro ausgezahlt.

Betrachtet man die gesamte finanzielle Situation im Bereich des Gesundheitswesens, sieht die Bilanz allerdings nicht mehr so rosig aus. Durch eine saisonbedingte Kürzung des Bundeszuschusses für den Gesundheitsfond besteht insgesamt ein Defizit von 900 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, wenn man den Gesundheitsfond insgesamt betrachtet.