Endlich Verbesserungen bei der Riester Rente in Sicht?

Dank der intensiven und meist negativen Berichterstattung zum Thema Riester Rente scheint Bewegung in die Thematik zu kommen. Die Bedingungen zu dieser immer noch recht beliebten, weil staatlich geförderten Form der Altersvorsorge sollen endlich verbessert werden.

Schließlich ist die Abschlussquote im letzten Quartal des Jahres 2012 deutlich gesunken. Eine Ausnahme bilden dabei allerdings die abgeschlossenen Bausparverträge, die auch als sogenanntes „Wohnriestern“ bekannt geworden sind. Der Gesetzgeber hat offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt und möchte nachbessern.

Zunächst sollen die Verträge transparenter und günstiger werden. Geplant ist das Inkrafttreten eines Altersvorsorgeverbesserungsgesetz in diesem Jahr. Da die Opposition naturgemäß solche Dinge sehr kritisch betrachtet, bleibt abzuwarten, ob die Umsetzung tatsächlich zum 1. Juli gelingt. Die Anbieter der Riester Rente sollen per Gesetz dazu verpflichtet werden, ihre Produkte günstiger zu gestalten. Außerdem werden die Versicherungsgesellschaften und Banken verpflichtet, die für den Kunden anfallenden Kosten transparent auszuweisen. Der Interessent soll bereits vor dem Abschluss genau erkennen können, welche Kosten mit dem Abschluss der Riester Rente auf ihn zukommen. Damit würde auch eine bessere Vergleichbarkeit der bisher sehr unterschiedlichen Produkte gewährleistet.

Ähnlich der Anlage von Vermögen in Wertpapiere soll auch bei der Riester Rente künftig ein Informationsblatt beiliegen, welches den Kunden über Ertrag und Risiko sowie die anfallenden Gebühren informiert. Die Obergrenze von 150 Euro beim Wechsel der Versicherungsgesellschaft ist zwar erfreulich, dürfte in der Praxis aber keine größeren Auswirkungen zeigen, da bisher kaum ein Anbieter derartige Wechselgebühren erhebt.

Kritiker bemängeln am Gesetzentwurf die fehlenden konkreten Aussagen. Billiger soll es für den Riester-Sparer werden. Wie dies genau umgesetzt werden soll, bleibt allerdings offen. Verbraucherschützer sehen auch die angekündigte Transparenz bei den Kosten skeptisch und bezweifeln die Umsetzbarkeit in der dargestellten Form.