Die Rendite vieler Lebensversicherungen bewegen sich auf einen neuen Tiefstwert zu

Die kapitalbildende Lebensversicherung gehört für viele Bundesbürger zu den beliebtesten Anlagen, um einerseits die nahen Angehörigen als auch sich selbst im Erlebensfall finanziell abzusichern. Leider sinken die Renditen genannter Versicherungen seit mehreren Jahren deutlich.

Wie der map-Report – ein Dienst der Versicherungsbranche – unlängst veröffentlichte, haben die Lebensversicherungen den tiefsten Stand erreicht, was die Rendite betrifft. So müssen Versicherte, die heute eine Lebensversicherung abschließen, davon ausgehen, dass sie bei der Auszahlung rund 10 Prozent weniger erhalten, als diejenigen, deren Versicherung in diesem Jahr fällig wird.

Ein heute Dreißigjähriger, der jährlich 1200 Euro in eine kapitalbildende Lebensversicherung einzahlt, wird in zwanzig Jahren voraussichtlich etwa 38.000 Euro ausgezahlt bekommen. Ein Mann, der seine Lebensversicherung bereits 1982 abgeschlossen und die vergleichbare Summe eingezahlt hat, erhält heute fast 49.000 Euro. Das ist ein sattes Plus von 21%. Sicher kann man diese Zahlen nicht ganz vergleichen, denn vor zwanzig Jahren wäre es dem damaligen Neuversicherten deutlich schwerer gefallen, jährlich umgerechnet 1200 Euro einzuzahlen als dem heute weit mehr verdienenden Arbeitnehmer. An der Renditeaussage ändert dies allerdings nichts.

Viele Experten raten deshalb bereits seit geraumer Zeit vom Neuabschluss der herkömmlichen Kapitallebensversicherung ab. Keinesfalls sollte man jedoch Verträge, die vor 2005 abgeschlossen wurden, kündigen. Denn schließlich ist hier die Auszahlung noch steuerfrei und der Verkauf meist mit erheblichen Verlusten verbunden. Neben der ständig sinkenden Rendite ist noch ein weiterer Fakt zu beachten: Die Altersgrenze für die Auszahlung wird angehoben. Konnten früher kapitalbildende Lebensversicherungen mit dem Erreichen des 60. Lebensjahres ausgezahlt werden, müssen Neukunden nun 62 Jahre alt werden, ehe sie in den Genuss der Auszahlung ihrer Versicherung kommen können.