Die Politik plant eine Förderung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Derzeit wird in Fachkreisen heftig über Sinn oder Unsinn einer staatlichen Förderung der Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) gestritten. Die Bedeutung dieser Versicherung ist unstrittig. Verbraucherschützer fordern mittlerweile sogar, diese zur Pflicht für jeden Arbeitnehmer zu machen.

Nur ist eine derartige Versicherung für Arbeitnehmer mancher Berufsgruppen beinahe unerschwinglich. Gerade Handwerker, die erhöhten Gefahren bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ausgesetzt sind, müssen die höchsten Beiträge zahlen. Denn schließlich ist die Gefahr, dass ein Dachdecker während einer langjährigen beruflichen Tätigkeit berufsunfähig wird, deutlich höher als bei einem Verwaltungsangestellten, der die meiste Zeit seines Arbeitstages im Büro verbringt. Zumindest schätzen dies die Versicherer derzeit so ein. Denn psychische Erkrankungen spielen bei der Beurteilung der Berufsbilder immer noch eine untergeordnete Rolle.

Wegen der hohen Beiträge für einige Berufsgruppen plant die Bundesregierung nun, diese Tätigkeiten hinsichtlich der BUV zu fördern. Prinzipiell ist dagegen auch nichts einzuwenden. Nur sind im Gesetzentwurf des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz (AltvVerbG) sehr strenge Richtlinien zu den Förderbedingungen verankert. Das Handelsblatt informierte kürzlich über Untersuchungsergebnisse des Analysehauses Franke und Bornberg. Danach sollen nur Tarife gefördert werden, die im Falle einer Berufsunfähigkeit eine lebenslange Rentenzahlung vorsehen. Aber diese Verträge sind für die eingangs erwähnten Berufsgruppen besonders teuer. Die Analysten meinen, dass vielmehr gerade die günstigen Tarife gefördert werden sollten, um einen hohen Anreiz zum Abschluss zu schaffen.

Der Preis und eine mögliche Förderung allein können aber nicht die Beweggründe zum Abschluss einer BUV sein. Jeder Arbeitnehmer sollte vor allem auf die Qualität seiner Versicherung achten und auf die Tatsache, dass im Falle eine Falles die Versicherung auch schnell und unbürokratisch die vereinbarten Leistungen erbringt. Eine umfangreiche Beratung vor dem Abschluss des Vertrages ist bei der Berufsunfähigkeitsversicherung deshalb besonders wichtig.