Das Kleingedruckte bei der Berufsunfähigkeitsversicherung lesen!

Nahezu alle Versicherungsexperten und Verbraucherschützer raten zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Nur ist nicht jede Police für jeden Versicherten auch die Geeignete. Gerade in den Versicherungsbedingungen verbirgt sich so mancher Passus, der dem Versicherten zum Verhängnis werden könnte. Worauf ist besonders zu achten?

Die Gesundheitsfragen, die vor dem Abschluss der Versicherung gestellt werden, sind unbedingt wahrheitsgemäß zu beantworten. Wer dies nicht tut, der bringt seinen Versicherungsschutz in Gefahr.

Eigentlich selbstverständlich, aber die Berufsunfähigkeitsrente sollte eine den eigenen Lebensgewohnheiten angepasste Höhe haben. 300 oder 400 Euro Rente nützen da wenig, da die BU einerseits auf die Grundsicherung angerechnet wird und andererseits die genannte Summe sicherlich kaum für die Aufrechterhaltung eines gewissen Lebensstandards ausreicht. Je nach Einkommenshöhe sollte die Höhe der Rente schon 1000 Euro oder höher sein. Zu beachten ist natürlich immer die Inflationsrate. Denn wer heute auf 1000 Euro versichert, bekommt auch in zehn oder fünfzehn Jahren noch diese Summe. Eine eingebaute Dynamik in der Versicherung verhindert dies. Die Versicherungssumme wird der Inflationsrate angepasst und steigt deshalb entsprechend. Zwar muss man dann jährlich einen höheren Beitrag zahlen, aber die Auszahlungssumme steigt entsprechend mit an.

Ausgeschlossen werden sollte in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) die sogenannte abstrakte Verweisbarkeit. In vielen Policen ist sie aber verankert. Denn wer als Dachdecker gearbeitet hat, kann vielleicht noch einen Job als Nachtwächter begleiten. Die Berufsunfähigkeitsversicherung schließt man ja aber genau für den Fall ab, dass man seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Integration psychischer Erkrankungen in die BU. Sie sind eine immer häufiger werdende Ursache für eine Berufsunfähigkeit. Abschließend soll noch auf einen besonders wichtigen Punkt beim Vertragsabschluss hingewiesen werden: die freie Arztwahl. Der Arzt des Vertrauens wird hier für den Versicherten immer die bessere Wahl sein als ein „von der Versicherung bestimmter Arzt“.