Berufsunfähigkeitsversicherung: Auf Klauseln in den Verträgen achten!

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann die eigene Existenz aus finanzieller Sicht retten. Aber ebenso wichtig wie die Tatsache, dass man diese Versicherung abschließt, ist die Beachtung der in den Versicherungsbedingungen formulierten Klauseln. Sonst kann es im Versicherungsfall ganz schnell zum „bösen Erwachen“ kommen.

In letzter Zeit nehmen psychische Erkrankungen wie das Burnout-Syndrom stark zu. Skeptiker meinen zwar, dass es sich hier um eine Modekrankheit handelt, aber der Anstieg der Patienten ist in der Praxis sehr auffällig. Deshalb raten Fachleute dazu, dass man beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt darauf achten sollte, dass in den Versicherungsbedingungen psychische Erkrankungen in vollem Umfang mit eingeschlossen sind.

Eine zweite ganz wichtige Klausel, die in vielen Verträgen nicht zu finden ist und die dem Versicherten dann oft zum Nachteil gereicht, ist die sogenannte abstrakte Verweisung. Mit der Klausel erklärt sich der Versicherer bereit, dem Versicherten im Falle der Unfähigkeit seinen erlernten Beruf weiterhin ausüben zu können, keine andere Tätigkeit zuweisen zu dürfen. Nur dann, wenn die Versicherungsgesellschaft ausdrücklich auf ihr Recht der Verweisung verzichtet, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung empfehlenswert.

Ebenfalls günstig für den Versicherten ist die Möglichkeit zur Nachversicherung. Enthält die eigene Police eine Nachversicherungsgarantie, besteht die Möglichkeit, die Versicherungsleistungen zu verbessern, wenn ein bestimmtes nicht vorhergesehenes Ereignis eintreten sollte. Eine Erhöhung der Versicherungssumme ist in solchen Fällen ohne eine erneute gesundheitliche Prüfung möglich.

Besonders wichtig für den Versicherungsnehmer ist der Zeitpunkt des Beginns der Zahlung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Hier sollte darauf bestanden werden, dass die Zahlung erfolgt, sobald der Arzt die Berufsunfähigkeit schriftlich bestätigt hat. Auch eine rückwirkende Zahlung sollte möglich sein, wenn beispielsweise ein Arzt während einer längeren Krankheit den Beginn der Berufsunfähigkeit erst später auf das Eintreten der Krankheit datiert.