Berufshaftpflichtversicherung

Die Berufshaftpflichtversicherung fällt unter die Kategorie der Haftpflichtversicherungen. Sie ist verantwortlich für die Versicherung in speziellen Berufen, wie z.B. eines Arztes, eines Architekten, eines Treuhänders oder eines Rechtsanwaltes. Zwischen der Betriebshaftpflichtversicherung und der Berufshaftpflichtversicherung besteht ein großer Unterschied. Bei ersteren werden nur Ansprüche versichert, welche aufgrund von Personenschäden oder Sachschäden betreffend gestellt werden. Bei der Berufshaftpflichtversicherung wird jedoch in die Versicherungsdeckung auch ein Anspruch wegen der spezifischen Sachpotentiale des jeweiligen Berufes mit eingeschlossen. Ein Beispiel dafür ist, wenn ein Anwalt einen Fehler in der Verteidigung eines Mandanten begangen hat und deshalb von dem Mandanten verantwortlich gemacht wird. Der Anwalt erhält hier Deckung der Versicherung, obwohl weder ein Sachschaden noch ein Personenschaden vorliegt. Im Allgemeinen schützt die Berufshaftpflichtversicherung vor finanziellen Folgen in einem Berufsversehen, da es oft vorkommt, dass Fehler im Beruf gemacht werden, welche nicht vorsätzlich sind.

Liegt ein Schadensfall vor, wird dieser vom Versicherer auf Ersatzpflicht geprüft. Wenn ein begründeter Anspruch vorliegt, so zahlt die Berufshaftpflichtversicherung die zu leistenden Entschädigungen. Schadensersatzansprüche, welche unberechtigt gestellt werden, wehrt die Versicherung ab. Ebenfalls kommt sie für die Kosten der Rechtsverteidigung und der Schadensabwicklung auf.

Da es hier wie bei allen Versicherungsarten enorme Beitragsunterschiede gibt, sollte man mehrere Angebot einholen. Am einfachsten geht dies über einen Berufshaftpflicht Vergleich im Internet. Hierbei lassen sich schnell mehrere Hundert Euro sparen.

Für Rechtsanwälte und andere Berufsgruppen ist die Berufshaftpflicht Versicherung eine Pflichtversicherung. Sie muss von den Anwälten bei einer Zulassung sowie lückenlos während der Dauer der Tätigkeit als Anwalt nachgewiesen werden. Wird diese nicht nachgewiesen bzw. ist diese nicht vorhanden, so wird dem Anwalt die Zulassung entzogen.