Autoversicherung: Nachrüstungen melden nicht vergessen!

Wird nachträglich Zubehör in das Auto eingebaut, sollte der Fahrzeughalter dies unbedingt seiner Autoversicherung melden.

Nicht jeder Käufer ist mit der Ausstattung seines neu erworbenen Kraftfahrzeuges zufrieden. Tuner und Bastler werden schnell aktiv. Der Bundesverband der Deutschen Versicherungskaufleute weist in diesem Zusammenhang aktuell darauf hin, dass jeder Autobesitzer eventuell nachträglich eingebaute Teile seiner Versicherungsgesellschaft melden sollte. Geschieht dies nicht, kann der Fahrzeughalter im Schadensfall auch nicht mit der vollen Versicherungsleistung für sein Auto rechnen.

Werden die nachgerüsteten Teile beispielsweise bei einem Brand beschädigt oder aus dem Kraftfahrzeug entwendet, wird der Versicherer höchstens einen geringen Teil des Schadens am Zubehör übernehmen. Zu beachten ist allerdings, dass nicht jedes Zubehörteil ohne zusätzlichen Beitrag mitversichert ist. Bei einzelnen Einbauten wird die Versicherung meist kulant sein, ist aber ein richtiger „Tuner“ am Werk, so muss dieser schon mit einer Beitragserhöhung für seine aktuellen Autoversicherungen rechnen. Wie hoch die Beitragserhöhung bei der Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung ausfallen wird, hängt sowohl von der Versicherungsgesellschaft als auch von den speziell erfolgten Einbauten ab.

In diesem Zusammenhang sei auch auf das heute gebräuchliche Navigationsgerät hingewiesen. Denn was früher für die Diebe das Autoradio war, ist heute das „Navi“. Ob die Autoversicherung für den Verlust des Navigationsgerätes aufkommt, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab. Jeder Versicherte ist in dieser Beziehung gut beraten, wenn er sich seine aktuellen Vertragsbedingungen genau durchliest. Bei der Kaskoversicherung ist zwar der Diebstahl integriert, jedoch im Fall des Navigationssystems meist nur dann, wenn dieses zur Serienausstattung des Autos gehört. Allerdings wird auch in diesem Fall meist nur der Zeitwert des gestohlenen Gerätes bezahlt. Bei mobilen Navigationsgeräten kommen Versicherer nur in seltenen Fällen für einen Diebstahl auf.